Saison
Weihnachtsgeschäft: Die Kasse im Oktober vorbereiten, nicht im Dezember
Von TaylorCom Softwareentwicklung Lesezeit: 5 Minuten
Im Dezember wird an der Kasse ein Vielfaches des normalen Umsatzes gemacht. Genau dann ist keine Zeit für Experimente: kein Update, keine neue Hardware, keine Aushilfe, die zum ersten Mal vor der Kasse steht. Alles, was sich vorbereiten lässt, gehört in den Oktober.
Technik: jetzt prüfen, im Dezember in Ruhe lassen
- Anstehende Updates einspielen – jetzt, nicht Mitte Dezember. Danach einmal alle Abläufe durchspielen.
- Datensicherung testen. Nicht nur prüfen, ob sie läuft, sondern einmal zurückspielen. Mehr dazu im Notfallplan für den Kassenrechner.
- TSE-Ablaufdatum ansehen. Läuft das Zertifikat in den nächsten Monaten ab, jetzt tauschen. Ohne funktionierende TSE darf nicht kassiert werden.
- Hardware durchsehen. Scanner, die manchmal nicht lesen, Drucker, die gelegentlich hängen – was im Oktober nervt, fällt im Dezember aus.
Verbrauchsmaterial: doppelt so viel wie gedacht
Bonrollen, Etiketten, Geschenkpapier, Tragetaschen: Im Dezember verbraucht ein Laden ein Mehrfaches. Und Lieferanten sind in den Wochen vor Weihnachten selbst ausgelastet. Bestellen Sie im Oktober, was Sie bis Januar brauchen – Thermopapier hält sich trocken und dunkel gelagert problemlos.
Aushilfen: einarbeiten, bevor es voll wird
Eine Aushilfe, die am ersten Adventssamstag zum ersten Mal kassiert, ist für alle eine Belastung. Planen Sie zwei, drei ruhige Schichten im November zum Einarbeiten ein. Jede Aushilfe bekommt eine eigene Anmeldung und die Rechte, die sie braucht – nicht mehr. Wie die Einarbeitung strukturiert wird, steht unter Neue Mitarbeiter an der Kasse.
Gutscheine und Aktionen vorbereiten
Gutscheine sind das Weihnachtsgeschäft schlechthin. Prüfen Sie vorher:
- Ist die Gutscheinvorlage aktuell, mit richtigem Logo und gültiger Einlöseregel?
- Lässt sich ein Gutschein in Sekunden ausstellen, auch bei Schlange?
- Kennen alle im Team den Ablauf bei Teileinlösung im Januar?
Mehr zum Hintergrund im Beitrag Gutscheine im Einzelhandel. Aktionspreise legen Sie vorher mit Enddatum an – damit sie am 27. nicht vergessen weiterlaufen.
Wechselgeld und Bargeld
Mehr Umsatz heißt mehr Bargeld, und Banken haben im Dezember eingeschränkte Zeiten. Erhöhen Sie den Wechselgeldbestand rechtzeitig, planen Sie Bankeinzahlungen fest ein und legen Sie fest, ab welchem Betrag während des Tages abgeschöpft wird.
Fazit
Updates und Hardware im Oktober, Material und Aushilfen im November, im Dezember nur noch verkaufen. Wer die ruhigen Wochen nutzt, hat in der hektischsten Zeit des Jahres eine Kasse, um die er sich nicht kümmern muss.
