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Warengruppen richtig schneiden: Die Entscheidung, die jede Auswertung prägt

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Warengruppen richtig schneiden: Die Entscheidung, die jede Auswertung prägt

Von TaylorCom Softwareentwicklung Lesezeit: 6 Minuten

Warengruppen werden meist in der ersten Woche angelegt, wenn die Kasse neu ist und niemand Zeit hat. Danach bleiben sie zehn Jahre so. Das ist unangenehm, denn sie bestimmen, was Sie später über Ihren eigenen Laden erfahren können – und was nicht.

Die gute Nachricht: Der Schnitt lässt sich korrigieren. Die schlechte: Je später, desto mehr Vergleichbarkeit geht verloren.

Wozu Warengruppen überhaupt dienen

Eine Warengruppe beantwortet eine einzige Frage: Womit verdiene ich mein Geld? Nicht mit welchem Artikel – dieser Blick ist zu klein für Entscheidungen – sondern mit welchem Teil des Sortiments.

Daran hängen in der Praxis drei Dinge: Ihre Auswertungen, die Sortimentsplanung und, je nach Betrieb, die Zuordnung der Steuersätze.

Wie viele Gruppen sind richtig?

Eine Faustregel, die sich bewährt hat: So viele, dass die größte Gruppe nicht mehr als ein Viertel Ihres Umsatzes ausmacht, und so wenige, dass die Liste auf eine Bildschirmseite passt. Für die meisten Einzelhändler liegt das zwischen 10 und 30 Gruppen.

SchnittWoran Sie es merkenFolge
zu grob Eine Gruppe macht die Hälfte des Umsatzes, heißt „Sonstiges“ oder „Diverses“ Auswertung sagt nichts aus
passend Jede Gruppe hat spürbaren Umsatz, keine ist beherrschend Entwicklungen werden sichtbar
zu fein Viele Gruppen mit ein paar Artikeln, Mitarbeiter raten beim Anlegen Pflegeaufwand, falsche Zuordnungen

Nach welchem Kriterium gruppieren?

Hier gehen die Wege auseinander, und beide sind vertretbar:

Die Entscheidung fällt leichter mit einer einfachen Probe: Stellen Sie sich die drei Fragen vor, die Sie am Jahresende beantworten wollen. Lässt sich jede davon mit Ihrem Schnitt beantworten, passt er.

Die häufigsten Fehler

Eine gewachsene Struktur aufräumen

Wenn der Schnitt nicht mehr passt, gehen Sie in dieser Reihenfolge vor:

Beim Verschieben vieler Artikel hilft der Import per Datei: Artikelnummer und neue Warengruppe in eine Tabelle, einlesen, fertig – statt hunderte Datensätze von Hand zu ändern.

Fazit

Warengruppen sind kein Verwaltungsthema, sondern die Brille, durch die Sie Ihren Laden sehen. Zehn bis dreißig klar abgegrenzte Gruppen, keine Sammelkategorie und eine Struktur, die jeder Mitarbeiter ohne Nachdenken trifft – mehr braucht es nicht. Der Aufwand fällt einmal an, der Nutzen bei jeder Auswertung.

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