Woraus eine TSE besteht
Eine TSE hat drei Bausteine:
- Sicherheitsmodul: signiert jeden Kassenvorgang und vergibt fortlaufende Nummern.
- Speichermedium: speichert die signierten Daten.
- Einheitliche digitale Schnittstelle: sorgt dafür, dass die Daten bei einer Prüfung in einem festen Format (DSFinV-K) ausgegeben werden können.
Was beim Kassieren passiert
Sobald ein Vorgang an der Kasse beginnt, meldet die Kassensoftware ihn an die TSE. Am Ende erzeugt die TSE einen Prüfwert (Signatur), einen Signaturzähler und hält Beginn und Ende des Vorgangs fest. Diese Angaben landen auch auf dem Kassenbon. Ändert später jemand die Daten, passt die Signatur nicht mehr – genau das macht Manipulation sichtbar. Ohne funktionierende TSE kann QuickKasse keinen Bon abschließen.
Wer eine TSE braucht
Jedes elektronische Aufzeichnungssystem mit Kassenfunktion, also PC-Kassen, Registrierkassen und Tablet-Kassen. Reine offene Ladenkassen ohne Elektronik fallen nicht darunter, haben aber eigene Aufzeichnungspflichten.
Was ihr als Händler tun müsst
- TSE einrichten und in der Kassensoftware aktivieren
- Kasse und TSE beim Finanzamt melden – das geht über ELSTER, siehe unseren Beitrag Kasse und TSE über ELSTER melden
- die TSE-Daten regelmäßig sichern und aufbewahren
- auf das Ablaufdatum achten: Das TSE-Zertifikat läuft nach 5 Jahren ab, danach wird ohne neue TSE nicht mehr kassiert
Hinweis: Dieser Beitrag gibt einen allgemeinen Überblick und ersetzt keine steuerliche Beratung. Für euren konkreten Fall ist euer Steuerberater der richtige Ansprechpartner.