MariaDB: die Open-Source-Datenbank hinter der Kasse – was Händler wissen sollten

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clairetaylor
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MariaDB: die Open-Source-Datenbank hinter der Kasse – was Händler wissen sollten

Beitrag von clairetaylor »

Hinter jeder Kassensoftware steckt eine Datenbank. Dort liegen Artikel, Warengruppen, Kunden, Bons und Umsätze. Bei QuickKasse und den Programmen der Warenwirtschaft ist das MariaDB – eine freie, quelloffene Datenbank, die auf dem eigenen Rechner im Laden läuft. In diesem Beitrag erklären wir, was MariaDB ist, warum sie für eine Kasse gut geeignet ist und worauf Sie bei Einrichtung und Pflege achten sollten.

Was ist MariaDB?
MariaDB ist ein relationaler Datenbankserver. Er wurde von den ursprünglichen Entwicklern von MySQL ins Leben gerufen und ist weitgehend zu MySQL kompatibel. Hinter dem Projekt steht die gemeinnützige MariaDB Foundation, die dafür sorgt, dass der Code dauerhaft offen bleibt – unabhängig von einzelnen Firmen. MariaDB steht unter der Lizenz GPLv2 und ist kostenlos. Neben vielen Unternehmen setzen auch große Webprojekte wie Wikipedia auf MariaDB.

Weitere Informationen und den Download finden Sie direkt beim Projekt: mariadb.org.

Warum eine lokale Datenbank für die Kasse?
  • Daten bleiben im Laden: Die Umsätze liegen auf Ihrem eigenen Rechner oder Server, nicht bei einem fremden Anbieter. Mehr dazu auf unserer Seite Kassenprogramm ohne Cloud.
  • Kassieren ohne Internet: Fällt die Internetleitung aus, arbeitet die Kasse mit der lokalen Datenbank weiter.
  • Keine Lizenzkosten für die Datenbank: MariaDB selbst ist frei verfügbar.
  • Mehrere Arbeitsplätze: Mehrere Kassen und die Warenwirtschaft greifen über das Netzwerk auf dieselbe Datenbank zu. Bon- und Rechnungsnummern werden dabei so vergeben, dass zwei Kassen nie dieselbe Nummer erhalten.
Wie QuickKasse mit MariaDB zusammenarbeitet
QuickKasse und die übrigen Programme (Lager, Umsatzauswertung, Aufträge) nutzen eine gemeinsame Datenbank. Standardmäßig heißt sie Taylorcom und ist über Port 3306 erreichbar. Die Einrichtung übernimmt das Admintool: Dort tragen Sie Host, Port, Datenbankname und Benutzer ein, prüfen mit „Port testen“ die Firewall und verbinden mit „Connect“. Fehlt die Datenbank noch, legt das Admintool sie samt Tabellen an. Über „Verbindungsdaten auch fürs Auftrags- u. Kassenmodul“ übernimmt die Kasse dieselben Zugangsdaten.

Eine Schritt-für-Schritt-Anleitung haben wir im Unterforum „Einrichtung & Installation“ veröffentlicht. Einen Überblick über die Datenbank gibt es außerdem auf der Seite Datenbank.

Datensicherung nicht vergessen
Eine lokale Datenbank bedeutet auch: Für die Sicherung sind Sie selbst verantwortlich. Das Programm DatenZIP erstellt einen vollständigen Datenbank-Export, packt ihn zusammen mit den Einstellungsdateien und den TSE-Archiven in eine ZIP-Datei und kann diese auf Wunsch mit Passwort verschlüsseln. Bewahren Sie die Sicherungen auf einem zweiten Datenträger auf, nicht nur auf dem Kassenrechner. Hinweise dazu finden Sie unter Datensicherung. Zu den Aufbewahrungsfristen für Kassendaten berät Sie Ihr Steuerberater.

Sicherheit im Alltag
  • Vergeben Sie für den Datenbankbenutzer ein eigenes, starkes Passwort und geben Sie es nicht weiter – auch nicht im Forum.
  • Öffnen Sie Port 3306 nur im lokalen Netzwerk. Aus dem Internet sollte die Datenbank nicht erreichbar sein.
  • Spielen Sie Sicherheitsupdates von MariaDB ein, aber erst nach einer frischen Datensicherung und außerhalb der Öffnungszeiten.
Fazit
MariaDB ist eine bewährte, freie Datenbank, die Ihre Kassendaten zuverlässig und lokal speichert. Einmal eingerichtet, läuft sie unauffällig im Hintergrund. Wichtig sind nur drei Dinge: eine saubere Einrichtung über das Admintool, regelmäßige Datensicherungen und ein geschützter Datenbankzugang.
Über den Autor
Claire Taylor, Inhaberin von TaylorCom Softwareentwicklung, Hummelweg 6, 32549 Bad Oeynhausen – Hersteller der Kassensoftware QuickKasse für den Einzelhandel.
Hinweis: Dieser Fachbeitrag dient der allgemeinen Information und ersetzt keine Rechts- oder Steuerberatung. Bei Fragen zu TSE, Kassenführung und Steuern wenden Sie sich bitte an Ihren Steuerberater. Telefon 05731 259 42 48 · E-Mail support@winlager.de
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